Verba Dierum

Sonntag, 7. Januar 2007

Sankt Afra ist gerettet!

Was wir, als im Frühjahr die Brandbriefe eintrafen, kaum mehr glaubten erhoffen zu können, was wir dann doch lange Monate voller Spannung verfolgt haben, ist nun geschehen:
Sankt Afra, diese schöne Kirche in günstiger Lage, ist für unseren Gottesdienst gerettet.
Wir hätten Gott mehr vertrauen dürfen. DEO GRATIAS!
W.H.W

Institut Philipp Neri

Freitag, 23. Februar 2007

Der neue Ewald & Ewald erscheint

Lange hat die Welt darauf gewartet; nun ist es geschehen:
Ich habe den e-E&E vom Herausgeber zugeschickt bekommen, habe es druckfertig gemacht, und heute kann ich die Erstauflage vom Kopierladen abholen. Morgen soll das Heft in Köln feierlich entkorkt werden — es müßte nun eigentlich Ewald & Ewald & Matthias heißen.
Gerade noch rechtzeitig in diesem Jahr! Das Jahr beginnt ja eigentlich im März, wie man an den Monatsnamen September bis Dezember erkennt und auch an der Bezeichnung «jejunium septimæ» und «jejunium decimæ mensis» für die Quatember von September und Dezember. Außerdem rechnet Orietur Occidens das Jahr sowieso von Mariæ Empfängnis an (und zwar stilo florentino); aber ein Erscheinungsdatum im März wäre doch zu verwirrend.
Letztlich ließ die innere Notwendigkeit das Heft so spät erscheinen, denn der erste Text handelt von der Osternacht — ein Thema, das in die Zeit der Erwartung des Osterfestes gehört, im Advent oder in der Weihnachtszeit fehl am Platze gewesen wäre.
W.H.W

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Orietur Occidens

Freitag, 23. — Sonntag, 25. Februar 2007

X. Liturgische Tagung in Köln

Die Tagung beginnt mit einem Choralamt. Ich versenke mich in die Psalmen, freue mich der lateinischen Gesänge, freue mich, dieser Kirche anzugehören.
Abends Vortrag, dann Gespräch, morgens wieder ein Vortrag. Und dann die Göttliche Liturgie der griechisch-katholischen Kirche ruthenischer Nation. Ich lasse mich mitreißen von der Kraft dieser Liturgie und sehe: im Innersten bin ich doch Byzantiner.
Zu den Vorträgen des Nachmittags wird der Saal angemessen voll. P. Bernward Deneke referiert über die geistliche Aussage der römischen Liturgie. Wer immer P. Deneke kennt, hat an einen Vortrag von ihm allerhöchste Erwartungen; denen entspricht er nun auch völlig, er verbindet rhetorischen Glanz mit geistlicher Tiefe. Dann folgen die Vorträge von Stephan J. Koster und von Michael Chronz. Auch diese beiden Referenten überzeugen durch Persönlichkeit und Qualität der Gedanken.
Und nun die Vesper: wieder kann ich eintauchen in die Psalmen, in die lateinischen Gesänge, merke, wie ich mit ganzem Herzen Lateiner bin.
Am Abend noch der Vortrag von P. Almiro de Andrade. Gerade jetzt, nach einem reichgefüllten Tag, hat er über das trockenste unserer Themen zu sprechen. Wie er dieses Thema mit Leben füllt, so daß die Müdigkeit des Abends keinen Raum bekommt, ist beeindruckend.
Am Sonntagmorgen ein Levitenamt. Ich bin mitgerissen von dem reichsten Ritus meiner Kirche.
Und dann habe ich die Gelegenheit, über die zwei Seiten in meinem Inneren zu sprechen: «Gesang und Gestus in östlicher und westlicher Liturgie». Und als der byzantinische Kantor, der an meinem Vortrag mitwirkt, erklärt, er habe sich in meinen Worten wiedererkannt, sehe ich: es ist geschafft. Dank den beiden Kantoren!
Und nun kann ich mich auf die lateinische Vesper freuen.
W.H.W

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Orietur Occidens

Sonntag, 24. Juni 2007

Wir stellen Instrumente aus

Museumsfest in Dinslaken. Wir stellen Musikinstrumente aus – mittelalterliche Instrumente, Volksinstrumente aus aller Herren Ländern.
Die Instrumente, sorgsam über den Raum verteilt, machen einen prachtvollen Eindruck. Wir freuen uns über die vielen Besucher, die großes Interesse zeigen. Am eindrucksvollsten ist es, wenn der Maëstro selbst sie vorspielt. Aber in anderer Weise beeindruckend ist es, wenn Kinder erstaunt und wißbegierig die Instrumente betrachten, wenn die Mütter sie dazu noch anspornen. Bald hat man ihnen dann viel zu erklären; und bald hat dann auch jemand ein Instrument in der Hand – bitte mit beiden Händen halten! –, ein Kind oder, wenn das noch zu schüchtern ist, seine Mutter. Und dann ist zu erleben, wie Kinder, wie Mütter (oder auch Tanten) entdecken, auf welch exotischen Instrumenten sie spielen können. Und so verbindet sich Freude an den neuentdeckten Fähigkeiten (soll noch mehr daraus werden? – der Maëstro gibt gern Unterricht) mit Freude an der Musik; und nebenbei lernen sie Spielweise und Geschichte abendländischer Musikinstrumente kennen.
W.H.W

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Orietur Occidens